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EU-PPWR 2026 im Detail: Wie die neue Verordnung die Nachhaltigkeitsbranche verändert

EU PPWR 2026 – Tiefenanalyse |

WIE DIE NEUE VERORDNUNG DIE NACHHALTIGKEITSÖKONOMIE UMSTALTIERT 

Herausgeber: MVI ECO

13.01.2026

 Shutterstock

 

IWer Nachhaltigkeit immer noch als optionales „Nice-to-have“ betrachtet, wird durch die EU-Verordnung über Verpackungen und Verpackungsabfälle (PPWR) seine Denkweise grundlegend ändern. Die im Februar 2025 in Kraft tretende und ab August 2026 vollständig umgesetzte Verordnung wandelt Nachhaltigkeit von einer „moralischen Initiative“ zu einer „Überlebensnotwendigkeit“ mit klaren Zeitvorgaben und messbaren Zielen. Sie treibt nicht nur den Wandel in verpackungsbezogenen Branchen voran – die gesamte Nachhaltigkeitsbranche steht nun vor einer entscheidenden Veränderung: Anpassen oder untergehen.

Der Kern dieser Revolution ist weit mehr als nur „weniger Plastikverbrauch“. Sie dient als präzises Messinstrument, das jeden Schritt von der Materialforschung und -entwicklung bis zum Recycling bewertet und dabei die Funktionsweise der Branche grundlegend verändert. Heute beleuchten wir drei zentrale Entwicklungen im Nachhaltigkeitssektor, die hinter PPWR stehen, und zeigen, wie Einzelpersonen und Organisationen die damit verbundenen Chancen nutzen können.

 

1. Von „vager Nachhaltigkeit“ zu „präziser Einhaltung“: Daten sind die neue Währung

Reduktionsrate

IIn der Vergangenheit waren Nachhaltigkeitsdiskussionen oft von vagen Begriffen wie „grüner“ oder „nachhaltiger“ geprägt. Was genau bedeutet akzeptable Recyclingeffizienz? Ab welchem ​​Anteil an Recyclingmaterial ist ein Produkt umweltfreundlich? Ohne einheitliche Antworten blieben viele Produkte, die sich als „Greenwashing“-Produkte ausgaben, unentdeckt. 

PPWR ändert dies durch die Festlegung klarer numerischer Schwellenwerte:

  • Ab 2030 müssen alle Verpackungen zu mindestens 70 % recycelbar sein (bis 2038 soll dieser Anteil auf 80 % steigen).
  • Der Anteil an recyceltem Material in Kunststoffverpackungen muss bis 2030 10–30 % und bis 2040 bis zu 65 % erreichen.
  • Auch Einweg-Getränkebehälter müssen eine Recyclingquote von über 90 % erreichen.

Was bedeutet das für die Branche? Unternehmen können sich nicht länger auf „konzeptionelle Versprechungen“ verlassen. Zum Beispiel:

Mindestanteil an Recyclingmaterial in Kunststoffverpackungen

Recyclingunternehmen, die früher ihre eigenen Sammel- und Sortierstandards festlegen konnten, müssen nun ihre Ausrüstung modernisieren und ihre Netzwerke optimieren, um das Recyclingziel von 90 % zu erreichen.

Materialhersteller können nicht einfach behaupten, „ihre Materialien seien biologisch abbaubar“ – sie benötigen Daten, die die Kompostierbarkeit und den geringen Schwermetallgehalt belegen.

Prüfinstitute erleben ein explosionsartiges Wachstum: Unternehmen benötigen die unabhängige Verifizierung mit professioneller Ausrüstung, um die Einhaltung von Vorschriften nachzuweisen, wodurch „datengestützte Nachhaltigkeit“ zu einer Branchennotwendigkeit wird.

 

2. Von „Einzellösungen“ zu „Systemen mit vollständigem Kreislauf“: Nachhaltigkeit erfordert systematisches Denken

 PPWR-Zeitleiste

HHistorisch gesehen wurden Nachhaltigkeitsbemühungen oft nur gegen Symptome, nicht gegen die Ursachen gerichtet: Ein Verpackungsunternehmen stellte beispielsweise auf biologisch abbaubare Materialien um, ignorierte aber eine unzureichende Recyclinginfrastruktur; ein Recyclingunternehmen investierte unter Umständen hohe Summen in Sortieranlagen, nur um festzustellen, dass die vorgelagerten Verpackungen von vornherein nicht recycelbar waren. Dieser fragmentierte Ansatz ist unter PPWR schlichtweg nicht zielführend.

Die neue Verordnung deckt den gesamten Lebenszyklus von Verpackungen ab – von der Entwicklung und Produktion über den Vertrieb und das Recycling bis hin zur Wiederverwendung:

  • Entwurfsphase: Recyclingfähigkeit und Demontage priorisieren; schwer trennbare Mehrschichtverbunde eliminieren
  • Produktionsphase: Strenge Kontrolle schädlicher Substanzen, um „versteckte Verunreinigungen“ in „umweltfreundlichen“ Materialien zu vermeiden.
  • Recyclingphase: Einrichtung groß angelegter Systeme, um sicherzustellen, dass die gesammelten Materialien tatsächlich in recycelte Ressourcen umgewandelt werden.

Dies zwingt die Nachhaltigkeitsbranche, sich von Einzeldienstleistungen hin zu umfassenden Komplettlösungen zu entwickeln. Zukunftsweisende Unternehmen bieten heute Komplettservices an, die Materialforschung und -entwicklung, Verpackungsdesign und die Entwicklung von Recyclingsystemen integrieren: Sie unterstützen Kunden bei der Auswahl von Materialien mit Recyclinganteil, entwickeln leicht demontierbare Verpackungen mit geringem Leerraum und binden sie in regionale Recyclingnetzwerke ein, um eine fachgerechte Entsorgung zu gewährleisten. Diese systematische Kompetenz wird zum zentralen Wettbewerbsvorteil nachhaltigkeitsorientierter Organisationen.

 

3. Von „physischer Nachhaltigkeit“ zu „digitaler Teilhabe“: QR-Codes sind der Schlüssel

 

IWährend traditionelle Nachhaltigkeit auf manuelle Arbeit und physische Ausrüstung angewiesen war, fügt PPWR der Gleichung ein „digitales Gehirn“ hinzu.

Die Verordnung schreibt vor, dass alle Verpackungen mit QR-Codes oder digitalen Etiketten versehen sein müssen, die sofortigen Zugriff auf Materialzusammensetzung, Recyclinghinweise, Recyclinganteil und sogar Daten zum CO₂-Fußabdruck ermöglichen. Es ist, als würde jede Verpackung einen „Ausweis“ mit vollständiger Rückverfolgbarkeit über ihren gesamten Lebenszyklus erhalten.

 Diese Integration vertieft die Verbindung zwischen Nachhaltigkeit und Digitalisierung: 

  • Recyclingunternehmen können Verpackungsströme mithilfe von QR-Codes verfolgen, um die Sammelrouten zu optimieren. 
  • Materialhersteller können Daten nutzen, um die Herkunft und die Nutzungsraten von Recyclingmaterialien zu dokumentieren und ihren Kunden so einen glaubwürdigen Nachweis über die Einhaltung der Vorschriften zu liefern.
  • Sogar Verbraucher können Codes scannen, um die richtige Mülltrennung zu lernen und so die Verunreinigung zu reduzieren.

Die Digitalisierung löst auch das Problem des Greenwashings. Früher konnten Unternehmen ohne Beweise „umweltfreundliche Verpackungen“ behaupten – heute macht die vollständige Rückverfolgbarkeit über den gesamten Lebenszyklus Nachhaltigkeitsversprechen überprüfbar. Zukünftig werden Nachhaltigkeitsunternehmen, die digitale Rückverfolgbarkeitssysteme entwickeln und End-to-End-Daten integrieren können, sehr gefragt sein.

 

4. Die Zukunft der Nachhaltigkeit: „Echte Innovation“ unter „strengen Standards“

 90 Tage biologischer Abbau

PPWR'sDie Umsetzung spiegelt einen globalen Trend in der Nachhaltigkeitssteuerung wider: Die Zukunft gehört einer standardbasierten, systemisch koordinierten und digital gestützten Nachhaltigkeit – nicht nur gutwilligen, fragmentierten und rein physischen Bemühungen.

 Mit dem nahenden Umsetzungstermin 2026 wird Nachhaltigkeit zur Pflicht. Für jeden von uns verändert dieser Wandel unmerklich den Lebensstil: Wenn Nachhaltigkeit zum Standard und Kreislaufwirtschaft zur Norm wird, wird unsere Welt deutlich nachhaltiger sein.

 

LESEN SIE DIE VOLLSTÄNDIGE DATEI VON PPWR

PPWR-Verordnung

PPWR-Verordnung über Verpackungen und Verpackungsabfälle(PDF)

 -Das Ende-

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Veröffentlichungsdatum: 13. Januar 2026